Queering the Process

Therapie mit Menschen varianter geschlechtlicher Identitäten und sexueller Orientierungen

Theorie, Selbsterfahrung & Supervision

14.–15. Februar 2020

Freitag 17:00–21:00

Samstag 10:00–18:30


Die personzentrierte Autorin Tina Livingstone beschreibt mit Queering the Process den Prozess der Persönlichkeitsentwicklung in der Therapie mit Menschen varianter geschlechtlicher Identitäten und sexueller Orientierungen.

Geschlechterrollen, sexuelle Orientierungen, Geschlechtsidentitäten und Beziehungsgestaltung unterliegen starren Normen, die durch Kultur und Sozialisierung geformt und beeinflusst werden. Abweichungen von der Norm führen häufig zu Irritationen, zu Verboten und zu Ausgrenzung, die in der relationalen Welt vom In-Beziehung-treten ausschließt und zur Entstehung von Parallelwelten und Subkulturen führt. Für Personen, die sich nicht in der Norm einrichten können/wollen, kann diese Ausgrenzung zu einer Selbst-Hinterfragung ihrer Identität, ihrer Zugehörigkeit und oft auch zum Verstecken und manchmal auch Leugnen ihrer Bedürfnisse und Wünsche führen.

Da unsere Klient*innen und auch wir Psychotherapeut*innen in der Regel nicht entweder hetero*- oder homo*sexuell sind, sondern sich in einem Spektrum von sexuellen Orientierungen sowie geschlechtlichen Identitäten bewegen, ist die Auseinandersetzung mit der eigenen Identität, den eigenen Wertvorstellungen und dem eigenen Begehren für das emphatische Verstehen von Klient*innen wesentlich, erleichtert die Beziehung und fördert das eigene Verständnis. Eine fachliche Auseinandersetzung mit dem Bereich LGBTIQ+, mit der sexuellen Entwicklung in der Kindheit und Pubertät und mit gesellschaftlichen Normen und Konstrukten ist für die Arbeit mit allen Klient*innen hilfreich.

In diesem Seminar besteht die Möglichkeit sich einerseits, im Rahmen von Selbsterfahrung, persönlich in Bezug zum Thema Queer mit sexueller Orientierung und geschlechtlicher Identität zu beschäftigen. Anderseits bieten wir Praktikumssupervision bzw. Supervision und einen Theorieteil an, in dem wir uns mit den Besonderheiten in der psychotherapeutischen Arbeit mit „queeren“ Klient*innen auseinandersetzen. Am Ende des zweiten Tages werden wir unseren Prozess gemeinsam reflektieren.

Leitung:

Kosten: € 285 oder € 260 Ermäßigung für APG•IPS Kandidat*innen, Mitglieder und Teilnehmer*innen des APG-Propädeutikums (Zahlungsbedingungen)

Ort: 1100 Wien, Keplerplatz 12/21

Information für Ausbildungskandidat*innen:

folgt in Kürze

Anmeldeschluss: 25. Jänner 2020


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