Neosexualitäten und sexuelle Paraphilien

Möglichkeiten der Beziehungsgestaltung und Varianten der Selbstaktualisierung

Selbsterfahrung, Theorie & Supervision

22.–23. März 2025

Samstag, 11:00 – 18:00

Sonntag, 11:00 – 18:00


In diesem Seminar wollen wir uns mit sexuellen Wünschen, sexuellen Phantasien, sexuellen Vorlieben, sexuellen Tabus, Selbstbefriedigung, Pornographie, Kinky Sex, BDSM, ChemSex, Sexarbeit, Perversionen, sexuellen Präferenzstörungen, sexuellen Devianzen, sexuellen Delinquenzen, sexuellen Süchten, gefährdendem Sexualverhalten uvm. beschäftigen.

Der Begriff Neosexualitäten bezeichnet die Vielfalt menschlicher Sexualitäten. Dabei geht es vor allem um zwei Diskurse: den liberalen Diskurs der 1960er und 1970er Jahre, der sexuelles Handeln und sexuelle Normen stark veränderte, und den Selbstbestimmungsdiskurs der 1980er Jahre, der von geschlechtergerechteren sexuellen Rechten und Optionen geprägt war. An die Stelle der früheren Sexualmoral trat eine Verhandlungsmoral, die nicht mehr sexuelle Handlungen und Praktiken bewertete, sondern die Art und Weise, wie sie zustande kamen.

Im Personzentrierten Ansatz verstehen wir Sexualität als konstruktiven Ausdruck der Aktualisierungstendenz, des Wachstums und der Entwicklung. Sexualität ist Beziehung und eine Möglichkeit der Kommunikation der Person: in Form von sexuellem Erleben, sexuellen Handlungen, sexuellen Wünschen und sexuellen Phantasien.

Sexuelle Paraphilien sind Ausdrucksformen der Sexualität, die qualitativ von der Norm abweichen und Leiden verursachen, entweder bei sich selbst und/oder bei anderen. Diese verfehlen teilweise aufgrund des Machtungleichgewichts die Verhandlungsmoral.

Aus personenzentrierter Sicht sprechen wir bei diesen Formen der Sexualität von inkongruenter Sexualität, die Varianten der Selbstaktualisierung und der Entfremdung von der Person sind.

In diesem Seminar besteht einerseits die Möglichkeit, sich im Rahmen von Selbsterfahrung mit der eigenen Sexualität und der eigenen Beziehungsgestaltung auseinanderzusetzen.

Andererseits wird es Praktikumssupervision bzw. Supervision und einen Theorieteil geben, in dem wir uns mit Neosexualitäten und sexuellen Paraphilien und der psychotherapeutischen Arbeit mit Klient:innen auseinandersetzen

Leitung:

Alexander Nikodemus

Kosten:

€ 365

€ 330 für APG•IPS Kandidat:innen, Vereinsmitglieder und Teilnehmer:innen des APG-Propädeutikums

(Zahlungsbedingungen)

Ort:

 

in Wien, wird noch bekanntgegeben